Leitbild

LEITBILD

Mit dem Leitbild in die Zukunft
Als wir uns 2007 zu einer großen Gemeinde zusammenschlossen, hatten wir vom Presbyterium eine ungefähre Vorstellung von dem, was wir in Zukunft wollten: Bündelung der Kräfte, unsere Stärken ausbauen, vorhandene Angebote besser koordinieren, neue Angebote schaffen. Aber wie setzen wir diese Ziele konkret in unserer Gemeinde um? So wurde uns bald klar, dass ein Konzept her musste, aus dem ersichtlich wird, wer wir sind, was wir wollen und wie wir das, was wir wollen, verwirklichen können.
Über unsere bisherige Arbeit konnten Sie schon im letzten Gemeindebrief lesen. Im April 2009 folgte ein erster Höhepunkt: Die Formulierung eines Leitbildes. Ein Leitbild hat eine vielfache Aufgabe. Es möchte Richtlinie sein für die Aktiven, die leitend und gestaltend für die Gemeinde tätig sind, es möchte Zuspruch sein für die, die noch auf der Suche sind, es möchte die ansprechen, die ihren Platz in unserer Gemeinde gefunden haben. Für außen Stehende informiert es über unser Selbstverständnis, und es bietet eine Gesprächsgrundlage über unseren Glauben – kurz, ein Alle und Alles überspannendes Dach.

Biblische Verheißungen als Grundlage
Interessant ist der Entstehungsprozess unseres Leitbildes. Es entsprang einer Spannung zwischen unserer Analyse der Gemeinde und Gottes Verheißungen, die wir für sie gefunden haben. Denn die Analyse führte uns vor Augen, dass eine Vielfalt von unabhängigen Angeboten und aktiven Personen besteht, aber, bis auf wenige Ausnahmen, eine Vereinzelung der vier Bezirke dominiert. Viele haben Ängste, ob sie ihren Platz in der Gemeinde finden bzw. verlieren könnten, oder ob Finanzierungssorgen und andere Hindernisse uns schwächen würden. Ein Ziel war ebenso wenig auszumachen wie eine gemeinsame Identität. Immerhin war eine christliche Identität klar erkennbar. Dem gegenüber fanden wir in der Bibel starke Verheißungen, die wir uns für unsere Gemeinde wünschen. Unser Leitbild verbindet diese Verheißungen mit der Gemeinde, indem es Grundlagen formuliert, Aufgaben umreißt und den Weg in die Zukunft zeigt:

Wir wollen eine Gemeinde sein, die im Vertrauen auf Gott voller Freude und Zuversicht seine Gegenwart lebt.

Wir wollen den Menschen in all ihrer Vielfalt und Herkunft eine Heimat sein, indem wir Orte der Kraft, der Ruhe und der Zuversicht schaffen.

So gehen wir selbstbewusst im Licht der Freiheit Gottes, das uns und der Welt Orientierung ist!

Wir sind uns bewusst, dass dies drei sehr anspruchsvolle Sätze sind, die nicht auf einmal verstanden werden können. Das ist auch gut so, denn sie sind kein Patentrezept und kein Quickguide. Sie wollen immer wieder gelesen, bedacht und diskutiert werden. Sie sind voller Begriffe, die zentral für unseren Glauben sind. Sie sprechen von der Gegenwart Gottes und von unserem Leben, Schaffen und (Voran-)Gehen. Unsere Mitmenschen kommen ebenso in ihnen vor wie das Heilshandeln Gottes, das die Welt in einem neuen Licht erscheinen lässt. (Stoelzel)

Foto:
Viele Hände wirken mit an der Gestaltung der Versöhnungs-Kirchengemeinde.

 

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