Das Gemeindekonzept

GEMEINDEKONZEPT

Am Ende des Artikels finden Sie die Gemeinde-Konzeption "Wege zu Gott und zu den Menschen" als pdf-Datei.

Die Konzeption wurde am 31.10.2011 offiziell der Gemeinde vorgestellt.

 

Leitsätze für die Ev. Versöhnungs-Kirchengemeinde

Auf einem Klausurtag am 16. Januar 2009 haben die Mitglieder des Presbyteriums nach Vorarbeit durch
den Konzeptionsausschuss der Gemeinde folgende Leitsätze entwickelt, die das Handeln
der Versöhnungs-Kirchegemeinde in den kommenden Jahren bestimmen sollen. Über eine Rückmeldung dazu würden wir uns freuen.

Gemeindestruktur
Wir wollen alle Menschen ortsnah begleiten. Zugleich fördern wir die gesamtgemeindliche
Identität auch durch Angebote für die ganze Gemeinde in allen Bezirken.

Seelsorge
Wir wollen alle Menschen als von Gott geliebte Geschöpfe wahrnehmen, ihnen nachgehen
und sie in ihren Lebenszusammenhängen begleiten, sie stärken und trösten.

Gottesdienst
Wir wollen ein ausgewogenes Angebot verschiedener Gottesdienste anbieten.

Glaubensvermittlung
Wir wollen daran mitwirken, dass Menschen Gottes Gegenwart erleben und auf verschiedenste Arten Glauben entdecken, leben und vertiefen können.

Kirchenmusik
Wir wollen vielseitige, gute Kirchenmusik, die kontinuierlich Menschen in das
Gemeindeleben einbezieht.

Kinder- und Jugendarbeit
Wir wollen Kinder und Jugendliche begleiten und ihnen Freude am Glauben vermitteln.

Diakonisches Handeln
Wir wollen in erkennbarer Kooperation mit der verfassten Diakonie Menschen in ihren
Lebenszusammenhängen begleiten und ihnen helfen, wo es nötig ist.

Frauen und Männer
Wir wollen die Vielfalt der Erwachsenen in ihren Lebensformen und Generationen wahrnehmen und die Gemeinschaft fördern, in der christlicher Glaube erfahrbar wird.

Leitung und Gremien
Wir wollen kollegiale Leitung, die die unterschiedlichen Talente nutzt und die Kommunikation mit der Gemeinde stärkt.

Haupt- und Nebenamtliche
Wir wollen die Gaben unserer Mitarbeitenden schätzen und ihr Engagement fördern.

Ehrenamt
Wir wollen Menschen Möglichkeiten bieten, ihre Talente einzubringen und in ihrem
Engagement Wertschätzung, Freude und Zufriedenheit zu erfahren.

Gebäude
Wir wollen nur Gebäude vorhalten, die der Gemeindearbeit dienen. Das sind besonders Gebäude der Begegnung, die Orte der Kraft, der Ruhe und der Zuversicht für die Menschen sind, in denen sie die Gegenwart Gottes erleben können.


Finanzen
Wir wollen die weniger werdenden Finanzmittel verantwortungsvoll und wirkungsvoll einsetzen, um damit Kirche für die Menschen erlebbar zu machen. Dafür sollen auch neue Ressourcen erschlossen werden.

Festliches
Wir wollen Gottes Gegenwart feiern, auch indem wir Feste ausrichten, die die Gemeinschaft untereinander und mit Gott fördern.

Ökumene und interreligiöser Dialog
Wir wollen den Dialog und die Kooperation mit anderen christlichen Gemeinschaften pflegen und dabei das evangelische Profil bewahren. Darüber hinaus sind wir offen für das Gespräch mit anderen Glaubensrichtungen.

Öffentlichkeitsarbeit
Wir wollen Menschen über unsere Inhalte und Angebote informieren und dafür begeistern.

Gesellschaftliche Verantwortung
Wir wollen unser Handeln und Reden an den Maßstäben von Frieden, Gerechtigkeit Bewahrung der Schöpfung in der Verantwortung vor Gott ausrichten und dafür eintreten.

Kontakte nach außen
Wir wollen im öffentlichen Leben selbstbewusst präsent sein, Kooperationen fördern und dort evangelisches Profil leben.


In verschiedenen Arbeitsschritten wurden beim Klausurtag die Leitsätze für die Gemeinde entwickelt. (Foto: Beuermann)

Dokument zur Konzeption der Versöhnungskirchengemeinde

Leitbild

LEITBILD

Mit dem Leitbild in die Zukunft
Als wir uns 2007 zu einer großen Gemeinde zusammenschlossen, hatten wir vom Presbyterium eine ungefähre Vorstellung von dem, was wir in Zukunft wollten: Bündelung der Kräfte, unsere Stärken ausbauen, vorhandene Angebote besser koordinieren, neue Angebote schaffen. Aber wie setzen wir diese Ziele konkret in unserer Gemeinde um? So wurde uns bald klar, dass ein Konzept her musste, aus dem ersichtlich wird, wer wir sind, was wir wollen und wie wir das, was wir wollen, verwirklichen können.
Über unsere bisherige Arbeit konnten Sie schon im letzten Gemeindebrief lesen. Im April 2009 folgte ein erster Höhepunkt: Die Formulierung eines Leitbildes. Ein Leitbild hat eine vielfache Aufgabe. Es möchte Richtlinie sein für die Aktiven, die leitend und gestaltend für die Gemeinde tätig sind, es möchte Zuspruch sein für die, die noch auf der Suche sind, es möchte die ansprechen, die ihren Platz in unserer Gemeinde gefunden haben. Für außen Stehende informiert es über unser Selbstverständnis, und es bietet eine Gesprächsgrundlage über unseren Glauben – kurz, ein Alle und Alles überspannendes Dach.

Biblische Verheißungen als Grundlage
Interessant ist der Entstehungsprozess unseres Leitbildes. Es entsprang einer Spannung zwischen unserer Analyse der Gemeinde und Gottes Verheißungen, die wir für sie gefunden haben. Denn die Analyse führte uns vor Augen, dass eine Vielfalt von unabhängigen Angeboten und aktiven Personen besteht, aber, bis auf wenige Ausnahmen, eine Vereinzelung der vier Bezirke dominiert. Viele haben Ängste, ob sie ihren Platz in der Gemeinde finden bzw. verlieren könnten, oder ob Finanzierungssorgen und andere Hindernisse uns schwächen würden. Ein Ziel war ebenso wenig auszumachen wie eine gemeinsame Identität. Immerhin war eine christliche Identität klar erkennbar. Dem gegenüber fanden wir in der Bibel starke Verheißungen, die wir uns für unsere Gemeinde wünschen. Unser Leitbild verbindet diese Verheißungen mit der Gemeinde, indem es Grundlagen formuliert, Aufgaben umreißt und den Weg in die Zukunft zeigt:

Wir wollen eine Gemeinde sein, die im Vertrauen auf Gott voller Freude und Zuversicht seine Gegenwart lebt.

Wir wollen den Menschen in all ihrer Vielfalt und Herkunft eine Heimat sein, indem wir Orte der Kraft, der Ruhe und der Zuversicht schaffen.

So gehen wir selbstbewusst im Licht der Freiheit Gottes, das uns und der Welt Orientierung ist!

Wir sind uns bewusst, dass dies drei sehr anspruchsvolle Sätze sind, die nicht auf einmal verstanden werden können. Das ist auch gut so, denn sie sind kein Patentrezept und kein Quickguide. Sie wollen immer wieder gelesen, bedacht und diskutiert werden. Sie sind voller Begriffe, die zentral für unseren Glauben sind. Sie sprechen von der Gegenwart Gottes und von unserem Leben, Schaffen und (Voran-)Gehen. Unsere Mitmenschen kommen ebenso in ihnen vor wie das Heilshandeln Gottes, das die Welt in einem neuen Licht erscheinen lässt. (Stoelzel)

Foto:
Viele Hände wirken mit an der Gestaltung der Versöhnungs-Kirchengemeinde.