Arbeit mit Konfirmand/innen
Mit dem Engel Holk auf Gottsuche

„Brauchen die eigentlich Gott in ihrem Leben?“ Diese Frage stellt sich der Engel „Holk“ wenn er sich die Jugendlichen Benne, Nico, Maggi, Leonie und Anna anschaut. „Braucht ein Jugendlicher heute noch Gott?“ Eine Frage, die sich jeder Unterrichtende immer wieder auch im Hinblick auf seine Konfirmandinnen und Konfirmanden stellt. Genau um dieses Problem geht es in der Konfirmanden-Arbeit unserer Gemeinde. Im Mittelpunkt des einjährigen Kurses steht der Engel Holk, der von Gott zu eben jenen fünf Jugendlichen geschickt wird, um herauszufinden, ob und wie sie Gott brauchen.
Und die Jugendlichen in Wiedenbrück und Langenberg können ihm dabei quasi über die Schulter schauen, denn Holk hat seine Erlebnisse auf der Erde auf Video festgehalten. Diese Filmsequenzen bilden den Mittelpunkt des neuen Konfikurses, der von den Pädagogen Hans-Ulrich Keßler und Burkhardt Nolte zusammen mit einer Gruppe von Jugendlichen entwickelt wurde.
Christliche Grundthemen wie Sünde, Taufe, Liebe und Nächstenliebe, Gebet, Hoffnung und andere werden dabei auf spannende Weise mit der Lebenswirklichkeit heutiger Heranwachsender verbunden. Die Jugendlichen in Wiedenbrück und Langenberg können sich mit den jungen Menschen aus dem Holk-Projekt identifizieren und dabei eigene Erfahrungen mit Gott machen. Das Begleit- und Arbeitsbuch, das die Jugendlichen erhalten, ist eine Mischung aus Fotostorys, biblischen Geschichten und Beispielen aus der christlichen Lebenswelt wie zum Beispiel Dietrich Bonhoeffer, Janus Korczak oder Regine Hildebrandt.
Die Versöhnungs-Kirchengemeinde gehört zu den ersten Gemeinden in Deutschland, die mit diesem Konfi-Projekt arbeitet. Die Einheiten am Nachmittag werden im vierzehntägigen Blockmodell durchgeführt, damit mehr Zeit für kreative und erlebnispädagogische Elemente bleibt. Der Unterricht wird dadurch erlebnisreicher und erfahrenswerter. Jugendlichen soll die Beschäftigung mit Gott, mit der eigenen Person und dem eigenen Glauben nicht als Last erscheinen, sondern Spaß machen. Der Weg zur Konfirmation und die Feier selbst sollen als positive Erinnerung haften bleiben. Neben dem Pfarrteam und Jugendleiterin Bärbel Page gestalten auch ehrenamtliche Jugendmitarbeiter/innen und Eltern die Nachmittage mit. Ach ja richtig: Der nordische Name Holk heißt übrigens übersetzt „Treue“! (-beu)
Erinnerung an die Taufe
Ende Juni 2011 haben 80 Konfirmandinnen und Konfirmanden aus den Bezirken Wiedenbrück und Langenberg eine dreitägige Freizeit zum Thema „Taufe“ im Jugendhaus Hardehausen bei Warburg erlebt. Ein Konfirmand wurde in einem Gottesdienst am Sonntagmorgen, den die Jugendlichen mitgestaltet haben, sogar getauft.
Im Mittelpunkt der Freizeit stand die Figur des Benne, der immer nur sich selbst sieht. Dagegen wurde das Sakrament der Taufe gestellt, bei der Gott sagt: „Du bist mir wichtig – du bist mir heilig!“
Bei Olympischen Taufspielen mussten die Jugendlichen unter anderem einen Täufling (Babypuppe) auf Zeit anziehen oder Taufkerzen über einen Hindernisparcours tragen. Ein brennender Fisch symbolisierte das christliche Taufsymbol. Zur Erinnerung an die eigene Taufe gestalteten die Konfirmand/innen füreinander Tauftücher. (-beu)


